Mai 172014
 

Weniges ist Männern so heilig wie ihre Potenz über die sie oftmals, neben vielen anderen Faktoren, ihre Identität definieren. Verlieren sie diese, und sei es nur für eine gewisse Zeit, ist es für die meisten ein schwerer Schlag. Seit 1998, als das Pharmaunternehmen Pfizer das Potenzmittel Viagra auf den Markt brachte, haben die Betroffenen ein effektives Mittel, ihre erektile Dysfunktion zu behandeln. Was sie auch gern tun, bis Mitte 2013 setzte das Unternehmen Pfizer mit diesem Präparat fast 25 Milliarden Dollar um.

Das Geschäft mit den Potenzmitteln ist also sehr lukrativ. Leider lockt dies auch schwarze Schafe an, die ein Stück vom Kuchen abhaben wollen und gefährliche Fälschungen von Viagra und Co. anbieten. Gerade bei Käufen im Internet ist Vorsicht geboten.

Generika sind keine Fälschungen, können jedoch gefälscht werden

Die Fälschungen sind in vielen Fällen sehr gute Kopien des Originales. Dennoch gibt es einige Möglichkeiten, die Fälschung als solche zu erkennen. Nein, wenn Generikum draufsteht, ist es nicht unbedingt eine Fälschung. Generika können zwar auch Gegenstand von Fälschungen sein, doch an sich sind es keine sondern sogenannte Nachahmerpräparate, die über denselben Wirkstoff in annähernd derselben Dosierung verfügen wie die Originale und daher dieselbe Wirkung haben. Diese Art von Medikamenten wurde auf dem Arzneimittelmarkt nach umfangreichen Prüfungen behördlich zugelassen. Gefälschte Medikamente hingegen wurden gestreckt und verfügen nur über einen Bruchteil des Wirkstoffes, so dass sich nach der Einnahme kaum eine Wirkung zeigt. Oder sie verfügen über vollkommen andere Wirkstoffe, die schlimmstenfalls die Gesundheit beeinträchtigen.

Nicht dem inneren Schnäppchenjäger nachgeben

Richtige Fälschungen lassen sich oft gut erkennen. Um dem verständlichen menschlichen Drang nach Schnäppchen nachzukommen, sind die gefälschten Präparate oftmals absurd billig. Es ist also ratsam, die Preise von Potenzmitteln in verschiedenen Online-Apotheken zu vergleichen, bevor etwas bestellt wird. Bei verdächtig niedrigen Preisen sollten die Finger davon gelassen werden. Hat man dem inneren Schnäppchenjäger doch einmal nachgegeben und ein entsprechendes Präparat bestellt, sollte die Packung zuhause genau in Augenschein genommen werden.

Umfangreiche Sicherheitsmerkmale sollen Fälschungen ausschließen

Die zugelassenen Potenzmittel werden nur in Verpackungen ausgeliefert, die umfangreiche Sicherheitsmerkmale aufweisen, um sicherzustellen, dass Fälschungen schnell als solche erkannt werden können. Nicht alle Sicherheitsmerkmale sind bei allen Anbietern gleich. Beispielsweise verfügt die Verpackung von Cialis über ein Sicherheitshologramm, das bei Levitra nicht zu finden ist. Über ein Siegel am Verschluss verfügen jedoch alle Packungen. Auch das Design der Verpackungen ist individuell verschieden. Ist dieses nicht vorhanden, beschädigt oder gebrochen, sollten die Medikamente nicht eingenommen werden, da es sich wahrscheinlich um falsche Präparate handelt.

Bei Verdacht auf eine Fälschung beim Arzt oder Apotheker vorsprechen

Doch nicht nur auf der Verpackung finden sich die Sicherheitsmerkmale der Herstellerfirmen. Auch der Blister der Filmtabletten enthält einige Merkmale, die sich jedoch wieder von Hersteller zu Hersteller unterscheiden. Auch hier sollte sich der Käufer von Potenzmitteln im Vorfeld genau informieren, was die jeweiligen Sicherheitsmerkmale der Unternehmen sind. Nicht zuletzt sollten auch die Tabletten genau in Augenschein genommen werden, die sich bei den einzelnen Produkten natürlich auch in Farbe und Form deutlich unterscheiden. Tritt bei der Untersuchung der bestellten Tabletten auch eine Unregelmäßigkeit bei den genannten Sicherheitsmerkmalen auf, sollte davon abgesehen werden, die Präparate einzunehmen, da das Risiko zu groß ist, einer Fälschung aufgesessen zu sein und im schlimmsten Fall einen gesundheitlichen Schaden davonzutragen. Wenden Sie sich in dem Fall mit dem Produkt an ihren Arzt oder Apotheker. Diese werden ihnen in der Regel sagen können, ob die Präparate echt sind oder nicht.

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