Mrz 262013
 

Der graue Star ist eine der Alterskrankheiten, die sich selten vor dem vollendeten 60. Lebensjahr entwickelt. Deswegen ist er auch unter dem Namen Altersstar bekannt. Doch die Erkrankung betrifft auch Jugendliche und sogar Säuglinge. Diese Krankheit ist auf der Welt für mehr als 40 Prozent der Erblindungen verantwortlich. Zur Früherkennung ist es wichtig, dass man ab dem 40. Lebensjahr regelmäßig zu den Kontrollen beim Augenarzt geht. Die Ursachen des grauen Stars sind bisher ungeklärt – Fakt ist, dass sich die Struktur der Linse verändert und das verursacht, dass die Sicht trüb wird. Die trübe Linse verschlechtert den Blick, weil das Licht das einfällt, nicht mehr ohne Hindernisse durchkommen kann und durch die Streuung weniger ankommt. So kann die Netzhaut keine scharfen Blicke möglich machen. Die Sicht ist unscharf, Farben unklar und der Betroffene wird ständig geblendet.

 

Therapie grauer Star

Wenn Sie die Anzeichen bemerken, die zum grauen Star passen, kann man in erster Linie versuchen, die Unregelmäßigkeiten der Linse mit der passenden Brille auszugleichen. Medikamentöse Therapie gibt es nicht. Somit ist die einzige Alternative zur Behandlung eine Operation, die es schaffen kann, das Sehvermögen wiederherzustellen. Meistens reicht dabei die örtliche Betäubung. Dabei handelt es sich um keine Laser-OP, sondern um einen Ultraschall-Eingriff in Kombination mit kleinen Schnitten. Typische Symptome des grauen Stars sind unter anderem: Doppelbilder, Verlust des Kontrastes, Schleiersehen, ein Schein des Lichtes um die Objekte, kaum vorhandenes räumliches Sehen, Probleme mit der Hell-Dunkel-Anpassung und Schärfeschwierigkeiten. Weil es zum diffusen Bruch der Lichtstrahlen kommt, wird man geblendet. Was in Vordergrund tritt und was geblendet wird, entscheidet sich vor allem davon, welche Bereiche trüb sind. Ist die Trübung vor allem hinten, subkapsulär präsent, haben Sie vor allem in der Nähe Probleme. Der Kernstar verursacht das Gegenteil – dabei ist die Fernsicht betroffen, deswegen wird er oft mit Kurzsicht in Verbindung gebracht. Er ist auch schuld daran, dass ein weitsichtiger Mensch für eine gewisse Zeit kurzsichtig werden kann. Es passiert manchmal, dass Menschen beim Kernstar auch doppelt sehen. Erblindung nennt man auch Totalstar – dabei ist das Auge unfähig zur Erkennung des Bildes und man sieht nur noch eine graue Trübung.
Diagnose

Grauer Star kann auch im Zusammenhang mit verschiedenen Augenproblemen auftreten, wie grüner Star, der Makuladegeneration oder andere Probleme, die alle an den Störungen der Durchblutung liegen. Es gibt verschiedene Beschwerdebilder, wie Verlust der Sicht auf einem Auge wegen der Durchblutungsprobleme an der Netzhaut. Wie kann man die Untersuchungen durchführen? Am besten mit Hilfe des Spaltlampenmikroskops. So kann die Linse untersucht werden, denn das Gerät macht eine 6 bis 40-Mal Vergrößerung des Auges. Somit kann auch die Hornhaut mit der Rückfläche komplett “durchleuchten”. Wenn der Glaskörper untersucht werden muss, muss die Pupille mit den bestimmten Tropfen erweitert werden. Die Patienten müssen bei der Untersuchung vor dem Gerät sitzen, mit Kin- und Stirnstutze. Das Gesicht wird vom Augenarzt entsprechend positioniert.

Die Sehstörungen können schon aus den Problemen mit Hornhaut stammen, die das Licht brechen, wie eine “starre Linse”. Sie liegt vor der eigentlichen Augenlinse, die elastisch ist. Wenn die Oberfläche der Hornhaut krumm ist, wie bei Astigmatismus, sieht der Patient unscharf. Ebenso kann das vorkommen, wenn er Probleme am Epithel hat. Um solche Vorfälle entdecken zu können, gibt es verschiedene Arten der Spezialuntersuchungen, wie die Videokeratoskopie (Abbildung der Hormhautoberfläche mit Hilfe des Computers), Pachymetrie (Das Messen der Dicke der Hornhaut) oder das Messen der Endothelzelldichte. Das Endothel nennt sich die innere Abgrenzung der Hornhaut. Diese ist sehr wichtig, wenn es um die Nahrung und den Stoffwechsel der Hornhaut geht. Das sind Aufgaben, die sonst Gefäße übernehmen – doch in der Hornhaut gibt es diese nicht.

Die Operation des grauen Stars

Die Operation ist eigentlich unkompliziert und einfach zu erklären: es handelt sich um das Ersetzen der trüben Linse mit der künstlichen, Intraokularlinse, die meistens aus Silikon und Acryl besteht. Um diese Operation durchziehen zu können, reicht schon lokales Betäuben aus. Diese Operation wird oft ambulant durchgeführt, wenn die Patienten keine weiteren gesundheitlichen Probleme haben und wenn jemand mitkommt, der den Patienten nach der Operation nach Hause fahren kann. Wichtig ist es, nach dem Eingriff immer zur ärztlichen Kontrolle zu gehen. Wenn es sich nur um grauen Star handelt, ist es möglich, dass sich der Patient individuell mit dem Arzt in Verbindung setzt, was den Operationstermin angeht. Dabei ist es entscheidend, wie stark Ihre Probleme mit der Sicht sind und wie starke Probleme Sie auf Arbeit und zu Hause damit haben. Die Menschen, bei denen es entscheidend ist, wie gut sie sehen. Außendienstmitarbeiter, die immer fahren müssen, Omas, die jeden Tag auf die Enkel aufpassen und viel Auto fahren müssen, Menschen, die am Computer schreiben und Büroangestellte werden sich bestimmt viel eher für eine Operation aussprechen, als Menschen, die frei den Alltag planen können und die es nicht sehr stört, wie gut sie sehen und auch nicht davon abhängig sind.

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