Mai 272014
 

Der Traum vom eigenen Nachwuchs ist selbstredend so alt wie die Menschheit selbst, er ist schlichtweg ein ganz natürliches Bedürfnis und Grundvoraussetzung für die Erhaltung einer Art. Nach ein paar Jahren Beziehung kommen irgendwann alle Paare mehr oder weniger zu der Erkenntnis, sich endlich fortpflanzen zu wollen. Da dieses Unterfangen jedoch auch mit einer enormen Erwartungshaltung verbunden sein kann, ist es nicht selten, dass die Manneskraft plötzlich versiegt und im Bett nichts mehr gehen will.

Doch kann Viagra tatsächlich dabei helfen, ein Kind zu zeugen? Gibt es Nebenwirkungen? Und können selbst unfruchtbare Frauen von dem Medikament profitieren?

Viagra – eine Erfolgsgeschichte

Aus einer Zufallsentdeckung wurde die wohl größte und ertragreichste Erfolgsgeschichte, die sich das US-amerikanische Pharmaunternehmen Pfizer wohl niemals erträumt hatte. Testeten sie den Wirkstoff Sildenafil eigentlich, um Männer mit Blutdruckbeschwerden zu behandeln, so erkannten sie in einer Nebenwirkung das eigentliche Potenzial des Mittels. Sildenafil sorgte keineswegs für eine Senkung des Blutdrucks, ganz im Gegenteil. Die getesteten Männer berichteten stattdessen von einem deutlich verbesserten Sexualleben. Selbst die Probanden, die seit langer Zeit an einer erektilen Dysfunktion litten, waren plötzlich wieder in der Lage, eine Erektion zu bekommen und Sex zu haben. Kein Wunder also, dass es dem Pharmakonzern so schwer fiel, die übrigen Präparate nach Abschluss der Studie von den Probanden zurück zu erhalten. Doch dieser kleine Verlust fällt in der Tat winzig aus, schaut man sich die enormen Summen an, die das Haus Pfizer seit der Markteinführung des Wirkstoffes als Potenzmittel im Jahre 1998 verdient hat. Unter dem inzwischen weltbekannten Namen Viagra verbreitete sich die Kunde des neuen Wundermittels wie ein Lauffeuer rund um den Globus. Und das Beste ist – es wirkt. Wie inzwischen zahlreiche Studien belegen, können viele Männer, die an einer erektilen Dysfunktion leiden, nach der Einnahme von Viagra wieder aufatmen. Die Statistiken dazu sprechen Bände. Weit über 70 Prozent der getesteten Probanden berichten von der positiven Wirkung, über 30 Millionen Männer nehmen heute das Medikament ein und Nebenwirkung sind so gut wie keine bekannt. Viagra hat das Sexualleben weltweit revolutioniert und Erektionsstörungen sind heute längst kein Grund mehr, der in die Verzweiflung führt.

Der bedrängte Mann

Dennoch gibt es ab und an Momente im Leben eines Mannes, in dem er sich der Aufgabe nicht mehr gewachsen fühlt. Selbst gesunde und potente Männer berichten davon, dass sie bei einer geplanten Schwangerschaft plötzlich nicht mehr so können, wie sie gerade wollen. In Anbetracht der Tatsache, Sex das erste Mal deswegen zu haben, wofür es eigentlich auch gedacht ist, reagieren viele Männer zunächst eingeschüchtert oder gar verschreckt. Hinzukommt der zeitliche Druck seitens der Empfängnisbereitschaft der Partnerin. Nur wenige Tage im Monat eignen sich, um schwanger zu werden. Diese müssen zunächst ermittelt und schließlich auch genutzt werden. Außerdem kann die Partnerin selbst auch einigen Druck ausüben, wenn der Wunsch nach einer Schwangerschaft immer intensiver und der Zeitraum verpasster Chancen immer größer wird. Es ist also kein Wunder, dass es vielen Männern unter diesen Umständen tatsächlich schwer fällt, ihren Mann zu stehen. Das Gefühl, wie ein Zuchthengst ausgebeutet zu werden, kommt erschwerend hinzu. Von Impotenz oder gar Unfruchtbarkeit kann in diesem Zusammenhang jedoch nicht geredet werden. Die Barriere liegt allein im Kopf. Im Grunde ist nur eine ausreichende Entspannung nötig, um wieder zur gewohnten Leistung kommen zu können. Ein kleiner Kurztrip ins Wellnesshotel während der Eisprungtage, ein romantischer Abend nur zu zweit oder eine entspannende Massage, in der er es sich einfach gut gehen lassen kann, reichen oftmals schon aus, um den Druck abzubauen und den Sex wieder als sinnliches Erlebnis wahrnehmen zu können. Sollte dies jedoch nicht funktionieren, kann der Einsatz von Viagra oder Generika-Produkten in Betracht gezogen werden. Diese Potenzmittel erweitern die Blutgefäße im Penis und es reicht schon ein wenig Stimulation aus, um eine Erektion zu bekommen. Auf die Spermien und somit das damit verbundene entstehende Leben hat das Medikament keine Auswirkungen. Potenzmittel sind also durchaus eine probate Möglichkeit, den Zeugungsakt auf den richtigen Weg zu bringen und auch Ärzte empfehlen diese Methode, ehe sie an drastischere Schritte wie eine künstliche Befruchtung oder ähnliches denken.

Tests mit unfruchtbaren Frauen

Die Sexualität bei Männern und Frauen verläuft erstaunlich homogen. Kein Wunder also, dass auch Frauen längst auf Sildenafil, den Wirkstoff von Viagra, untersucht wurden und diese ebenso davon profitieren können. Mit Produkten wie Lovegra wurden direkt Präparate auf den Markt gebracht, die speziell den besonderen Bedürfnissen der Frau angepasst wurden. Weitaus erstaunlicher ist jedoch, dass es Untersuchungen gibt, die belegen, dass es sogar möglich ist, bislang unfruchtbaren Frauen zu einer Schwangerschaft zu verhelfen. Der bekannteste Fall erzählt von einer 36jährigen Amerikanerin, die sich nach mehreren Fehlgeburten und der Diagnose der Unfruchtbarkeit an den Mediziner Geoffrey Sher in Las Vegas wandte. Dieser hatte zuvor bei Untersuchungen an weiblichen Mäusen festgestellt, dass diese mithilfe von Potenzmitteln schwanger werden konnten. So kam er zu dem Schluss, dass sich der Wirkstoff vielleicht auch auf die Gebärmutter einer Frau positiv auswirken könnte. Inzwischen haben vier Frauen an dem Sher-Experiment teilgenommen. Ihnen allen wurde der Viagra-Wirkstoff Sildenafil verabreicht. Dieser sorgte für eine Erweiterung der Blutgefäße und einen großzügigeren Ausbau der Gebärmutterschleimhaut. Drei der Probandinnen wurden im Zuge der Studie tatsächlich schwanger, die Ergebnisse der Untersuchung wurden im British Journal of Human Reproduction veröffentlicht. Hinzukommt die Tatsache, dass Ärzte gerne auf Viagra und ähnliche Präparate zurückgreifen, wenn es darum geht, eine drohende Fehlgeburt zu verhindern. In einer verengten Gebärmutter haben Föten kaum Chance auf ein normales Wachstum, der Wirkstoff Sildenafil sorgt für eine wesentlich bessere Durchblutung und Sauerstoffsättigung. Somit kann der Fötus deutlich besser mit den grundlegenden Nährstoffen versorgt werden. Eine Frühgeburt kann so zumindest zeitweise hinausgezögert werden.

Absprache mit dem Arzt

Trotz aller Vorzüge ist Viagra kein Wundermittel und als Medikament auch immer mit einem gewissen Risiko verbunden. Die Einnahme – insbesondere wenn es sich um eine Schwangerschaft handelt – muss unbedingt mit einem Arzt abgesprochen werden. Experimente mit Pillen, die wahllos aus dem Internet oder zwielichtigen Geschäften bezogen wurden, sollten in jeden Fall vermieden werden. Zudem kann während einer Konsultation mit dem Arzt abgesprochen werden, ob es zu bestimmten Nebenwirkungen kommen kann oder ob gewisse Vorerkrankungen vorliegen, die gegen eine Einnahme der Präparate sprechen. Wie bei allen Medikamenten können auch bei Potenzmitteln immer Nebenwirkungen auftreten. Ein aufmerksames Lesen der Packungsbeilage und die strickte Einhaltung der Dosierungsvorgaben sind nicht zu unterschätzen. Urologen und Gynäkologen sind in der Anwendung mit den Präparaten erprobt. Sie können zudem sehr gut einschätzen, welches Mittel am besten zur jeweiligen Situation passt. Wer sich an die ärztlichen Hinweise hält und die Medikamente aus einer Apotheke oder einer anderen zuverlässigen Quelle wie einer Online-Apotheke bezieht, der kann sich guten Gewissens an die eigentliche Aufgabe machen – die Zeugung des ersten Stammhalters oder dessen Geschwisterchen.

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