Jan 102013
 

Jeder von uns kennt sie – die Mückenstiche. Besonders im Sommer, wenn es abends noch lau ist, erwischen sie uns oftmals ganz unverhofft. Dann kommt es zu einem unangenehmen Jucken und meist auch zu einer geröteten Schwellung.

Es gibt wohl keinen Sommer ohne Mücken. Sind ihre Stiche auch nervig und unangenehm, so gelten sie in unseren Breitengraden aber nicht als gefährlich. Reagiert jemand allerdings allergisch auf Mückenstiche, so schwellen diese außergewöhnlich stark an und es treten Rötungen auf.

Was hilft bei einem Mückenstich?

Auf jeden Fall muss ein Insektenstich direkt, wenn es passiert ist, desinfiziert werden. So kann das Risiko gesenkt werden, dass es zu einer Entzündung kommt. Es bedeutet zwar eine große Selbstbeherrschung, aber an einem Mückenstich sollte niemals gekratzt werden.

Mueckenstiche
Mueckenstiche

Wird der Stich nämlich aufgekratzt, so können Bakterien in dieses Stelle gelangen und der Mückenstich kann zu einer Infektion werden. Gegen die auftretende Schwellung hilft Kühlung. In Apotheke und Drogeriemarkt sind Gels und Cremes zu finden, die kühlen und die Haut beruhigen. Auch ein Brandgel ist sehr wirksam. Wenn keine entsprechenden Medikamente zur Hand sind, so ist auch ein kühles, feuchtes Tuch oder ein Coolpack hilfreich.

Es gibt auch alte Hausmittel, die gegen Mückenstiche. So raten manche, dass man mit dem Fingernagel ein Kreuz in den Stich eindrückt. Dann soll ein wenig heißes Wachs helfen, dass auf den Stich getropft wird oder ein Stück Zwiebel, dass einfach über den Mückenstich gerieben wird. Zur Vorbeugung eignet sich Sprays, die Mücken fernhalten oder sich lang anzuziehen.

Können durch Mückenstiche Allergien auftreten?

Bei den meisten Menschen gehen Mückenstiche ohne Probleme vorüber. Allerdings werden immer wieder Klagen laut, dass sehr starke Schwellungen oder Rötungen auftreten. Diese Symptome müssen aber nicht gleich auf eine Allergie hinweisen. Treten du diesen Beschwerden aber auch Durchfall oder Erbrechen auf oder Kreislaufbeschwerden, so sollte der Arzt konsultierte werden, um eine eventuelle Allergie feststellen zu lassen. Liegt eine solche Allergie vor, wird der Arzt eine spezielle Behandlung anordnen. Wird durch einen Mückenstich Atemnot verursacht, so ist sogar der Notarzt zu rufen. Auch, wenn der Stich im Hals ist oder in den Augen, wie auch im Mundbereich können die Schwellungen wesentlich heftiger ausfallen.

Warum eine Mücke sticht…

Es sind nur die Weibchen, die uns Menschen stechen. Die Männchen dieser Spezies ernähren sich von Nektar. Damit sich die Eier der Weibchen entwickeln können, brauchen sie das Blut. Das Blutsaugen ist somit ein Lebenserhaltungstrieb der weiblichen Mücke.

Der Stich erfolgt durch einen Rüssel. Dieser ist mit winzigen, messerartigen Zacken versehen, wodurch die Haut geöffnet wird. Sodann gibt die Mücke Speichel in die Hautöffnung ab. Der Speichel sorgt dafür, dass die Einstichstelle betäubt wird. Des Weiteren bleibt das Blut flüssig, wenn es mit dem Speichel in Berührung kommt. Ansonsten würde es zu einer Gerinnung kommen und das Blut wäre für die Mücke nutzlos. Der Speichel kann aber auch allergische Reaktionen auslösen. Diese kann durch die Proteine geschehen, die in der Flüssigkeit vorhanden sind.

Der Körper reagiert

Durch den Speichel der Mücke wird ein Alarmsystem unseres Körpers ausgelöst. Es wird Histamin ausgeschüttet, wodurch es zu der bekannten Schwellung und Rötung kommen kann. Auch der Juckreiz tritt durch diese Reaktion auf. Die stärkeren Reaktionen auf Mückenstiche sind teilweise durch die Umweltverschmutzung zu erklären. Eine Belastung der Mücke mit Schadstoffen könnte zu stärkeren Reaktionen beim gestochenen Menschen führen. Auch könnten die Schadstoffe durch den Stich auf den Menschen übertragen werden. Die diesbezüglichen Studien stecken allerdings noch in den Kinderschuhen.

Was lockt Mücken an?

Wie lässt sich das Phenomen erklären, dass es einige Menschen häufiger erwischt, als andere? Es liegt – wissenschaftlich belegt – nicht daran, dass jemand süßes Blut hat, wie unsere Großmütter gern erzählt haben. Vielmehr werden Mücken von Schweißgeruch und Wärme angezogen. Deshalb lieben sie Stellen besonders, die gut durchblutet sind. Haarige Körperstellen sind bei Mücken auch nicht besonders beliebt.

 

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